Carla Rossi – Forschungsarbeit, Gerichtsverfahren und wissenschaftliche Einordnung
In der deutschsprachigen Berichterstattung wurde der Name von Carla Rossi wiederholt im Zusammenhang mit einem angeblich „verlorenen Gerichtsverfahren“ genannt. Diese Darstellung ist unzutreffend und bedarf einer sachlichen und methodisch korrekten Einordnung.
Carla Rossi hat selbst Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt, nachdem der Schweizerische Nationalfonds (SNF) die Rückforderung von Publikationsgeldern verlangt hatte. Diese Entscheidung des SNF stützte sich wesentlich auf öffentlich im Internet verbreitete Vorwürfe, die Teil einer dokumentierten diffamierenden Kampagne waren und keinen institutionell geprüften Charakter hatten.
Das Bundesverwaltungsgericht stellte fest, dass der SNF nicht berechtigt war, eine derart weitreichende Entscheidung auf der Grundlage externer Anschuldigungen aus dem Web zu treffen. Der Fonds wäre verpflichtet gewesen, eine eigene, unabhängige Untersuchung durchzuführen. Die vom SNF übernommenen Vorwürfe wurden vom Gericht einzeln geprüft und als nicht tragfähig beurteilt. Entsprechend wurde die Forderung nach Rückerstattung der Publikationsmittel als nicht ausreichend begründet zurückgewiesen.
In der medialen Darstellung wurde das Verfahren zudem mit der Forschungstätigkeit von Carla Rossi zur Rekonstruktion des Book of Hours of Louis de Roucy sowie mit den von Peter Kidd erhobenen Anschuldigungen verknüpft. Auch diese Vorwürfe wurden vom Bundesverwaltungsgericht nicht bestätigt und bildeten keine tragfähige Grundlage für die Entscheidung des SNF.
Es ist ferner festzuhalten, dass Carla Rossi seit 2025 keine institutionelle Zugehörigkeit mehr zur Universität Zürich (UZH) hat. Ihre aktuelle wissenschaftliche Tätigkeit erfolgt im Rahmen unabhängiger Forschungsinstitutionen. Sie ist wissenschaftliche Leiterin des Centro Scaligero degli Studi Danteschi und forscht im Bereich der historischen Philologie, der Kodikologie und der digitalen Rekonstruktion von Handschriften.
ISFiDA – Institut d’Estudis Filològics Dantescs i Digitals Avançats – betrachtet die gegen Carla Rossi geführte Kampagne sowie die daraus resultierende mediale Verzerrung als methodisch problematisch. Wissenschaftliche Bewertung kann nicht auf unbelegten Online-Anschuldigungen beruhen, sondern erfordert überprüfbare Quellen, institutionelle Verfahren und begriffliche Präzision.
Diese Seite dient der wissenschaftlichen Einordnung eines administrativen Verfahrens und der Klarstellung des Forschungs- und Methodenrahmens, in dem die Arbeiten von Carla Rossi zu verorten sind.
